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The Living Heart Project

Ein neu entwickeltes Medikament wird nach strengen Kriterien bis zur Zulassung geprüft. Hierzu werden traditionell neben der Entwicklung im Labor Tierversuche und Probandentests herangezogen. Die Ergebnisse von Tierversuchen lassen sich nur bedingt auf den Menschen übertragen. Probanden gibt es in bestimmten Bereichen zu wenig.

Eine neue Lösung sind virtuelle Modelle von Organen in Kombination mit im Labor gezüchteten Stammzellen.

Von Jakov - own work created in Inkscape,
based on image by Yaddah, CC BY-SA 3.0, Download von Wikipedia

Im Living Heart Project wird die Interaktion zwischen pharmazeutischem Wirkstoff und menschlichen Zellen umfassend untersucht.

Hierbei werden Herzmuskelzellen im Labor gezüchtet, die mit Elektroden eines Chips versehen sind. Der Chip zeichnet die elektrischen Signale der Zellen auf, die zur Kontraktion des Herzmuskels führen. Wird ein Wirkstoff auf die Zellen gegeben, erfasst der Chip die Reaktion der Herzmuskelzellen auf diesen. Dies wird mithilfe eines 3D-Modells am Computer ausgewertet. Damit lässt sich erkennen, ob es beispielweise zu Herz-Rhythmusstörungen kommt.

Mit Differentialgleichungen werden die Messwerte zur elektrischen Signalübertragung der Zellen überprüft und die Versuchsanordnung verfeinert. Noch forscht man an einzelnen Zellen des Herzens. Ist dies langfristig erfolgreich, ließe sich das Modell auf das gesamte menschliche Herz übertragen.

Weiteres erfahren Sie auf idw-online.de

 

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